
Lessines 1898
- Brüssel 1967
Am 21. November 1898 wird René Magritte in Lessines in der
belgischen Provinz Hainaut geboren. Magritte schreibt sich 1916 an der
Académie des Beaux-Arts in Brüssel ein. Er malt zunächst in kubistischer und futuristischer Manier, fühlt sich aber stärker zu
einem Literatenkreis hingezogen, die im Geist von Dada arbeiten. Diese Gruppe bildet mit René Magritte als Zentralfigur den Kern des sich in
Belgien zwischen den Jahren 1925 und 1930 entwickelnden Surrealismus.
Seinen Lebensunterhalt verdient sich der junge Künstler als Grafiker für eine Tapetenfabrik und mit Anzeigenentwürfen für Modegeschäfte. Die
Kenntnis der "Pittura Metafisica" bedeutet für ihn eine künstlerische Wende und Abkehr vom Frühwerk.
Da Magritte mit seinen surrealistischen
Anfängen in der Brüsseler Kunstszene auf Unverständnis stößt, siedelt er im Jahr 1927 nach Paris über. In Paris spielt René Magritte bis zum
Jahr 1930 eine aktive Rolle im Kreis der Surrealisten, darunter André Breton und Paul Eluard. Seine erste Einzelausstellung findet 1927 in der Galerie "Le Centaure" statt. Durch den Künstlerkollegen Breton wird Magritte mit den Werken von Max Ernst, Francis Picabia und Marcel
Duchamp bekannt. In dieser Zeit beginnt sich der eigenwillig-spröde, jedoch geheimnisvoll anmutende Stil Magrittes endgültig auszuprägen.
Realistisch wiedergegebene Personen und Gegenstände werden aus ihrem
gewohnten Zusammenhang und Umfeld gerissen und in überraschende optische und inhaltliche Konstellationen zueinander gebracht.
Der polemischen Atmosphäre in Pariser Kunstkreisen müde, geht René Magritte
im Jahr 1930 nach Brüssel zurück. In den anschließenden Jahren ist Magritte in allen wichtigen Ausstellungen surrealistischer
Kunst präsent. Der Künstler schreibt einige Artikel und kurze Beiträge, in denen er seine Konzeption von den Möglichkeiten der Kunst darlegt. Während des 2. Weltkrieges beginnt René Magritte eine Serie im Stil
Renoirs, kehrt aber nach kurzer Zeit zur altmeisterlichen Lasurtechnik
zurück, die er auch in der Wandmalerei anwendet. 1953 vollendet der Maler acht Wandbilder für den Speisesaal des Städtischen Kasinos in
Knokke-Le-Zoute, im Jahr 1957 ein Wandbild für das Palais des Beaux-Arts in Charleroi und 1961 folgt ein weiterer Auftrag für das
Kongressgebäude in Brüssel. Der erst späten internationalen Anerkennung folgen in den 60er Jahren viele Retrospektiven, u.a. im Jahr 1965 im
Museum of Modern Art in New York. René Magritte stirbt am 15. August 1967 in Brüssel.